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Was ist die Kinder-Uni?

Die erste Kinder-Uni wurde im Jahr 2002 in Tübingen gestartet.
Professoren erklärten Kindern ihr Wissen und die Kinder waren begeistert, Neues auf diese Art kennen zu lernen.
Daraufhin wurden in ganz Deutschland, in Österreich, der Schweiz und Italien Kinder-Unis gegründet.

Auch an der Kinder-Uni Ravensburg-Weingarten zeigen Professoren neugierigen Kindern, wie spannend ihr Wissensgebiet ist.

Uni

ist eine Abkürzung von Universität. Es kommt vom lateinischen Wort universitas, das heißt Gesamtheit. "Gesamtheit" ist aber selber wieder eine Verkürzung. Gemeint ist damit die Gesamtheit der Lehrenden und Lernenden oder die Gesamtheit der Wissenschaften. Universitäten entwickelten sich im Mittelalter in Europa als Orte, wo Gelehrte ihr Wissen austauschten und weitergaben.

Professoren

lehren und forschen an Hochschulen und Universitäten auf einem Fachgebiet. Professorin oder Professor kann man werden, wenn man ein Fach studiert und nach dem Abschluss eine sehr gute Doktorarbeit geschrieben und veröffentlicht hat, und anschließend noch eine zweite große Arbeit schreibt, die Habilitation.

Studieren

bedeutet zuerst einmal etwas eifrig und gründlich erforschen. Wie viele Worte rund um die Universität kommt es aus dem Lateinischen, von studere. Studieren heißt aber auch, eine Hochschule besuchen. Die Schüler an Hochschulen nennt man Studenten.

Doktor

Oft meint man mit Doktor einen Arzt, weil die meisten Mediziner einen Doktortitel haben. Doktor ist aber eigentlich kein Beruf, sondern eine Auszeichnung, ein akademischer Titel. Seinen Doktor kann man in jedem wissenschaftlichen Fach machen. Doktor wird man, indem man eine Doktorarbeit schreibt und eine mündliche Prüfung ablegt

Die Vorlesung

In der Vorlesung hält ein Hochschullehrer, das ist oft eine Professorin oder ein Professor, einen Vortrag zu einem bestimmten Thema. Die Studierenden hören zu und machen sich Notizen. Wenn der Professor sie dazu auffordert, dürfen sie Fragen stellen; meistens am Schluss der Vorlesung.

Der Hörsaal

Weil die Studierenden meistens vor allem zuhören sollen, finden die Vorlesungen in einem Hörsaal statt. Wenn man Pech hat, gibt's keinen Sitzplatz mehr. Der größte Hörsaal heißt Auditorium maximum, kurz Audimax. Damit auch die Leute auf den hinteren Plätzen noch etwas sehen, steigen die Reihen wie im Kino an.

Das Semester

kommt aus dem Lateinischen von "semestris", das heißt "sechs Monate". Ein Studienjahr besteht aus zwei Semestern. Zwischen den Semestern sind Ferienzeiten, in denen der Student aber lernen oder Geld verdienen muss.

Die Kommilitonen

Kommilitone wird der genannt, der im Hörsaal neben einem sitzt. Also der Studienkollege. Direkt übersetzt bedeutet Kommilitone "Waffenbruder". Ziemlich militärisch. Aber keine Sorge: die Waffe an der Uni ist hauptsächlich der scharfe Verstand.

Studienfächer und Studiengänge

Verschiedene Fächer werden an Hochschulen zu Fachbereichen und zu Fakultäten zusammengeschlossen. Meistens sind die Fächer miteinander verwandt, die zu größeren Abteilungen zusammengeschlossen sind.


An der PH Weingarten gibt es drei Fakultäten. Zum Beispiel gehören die Fächer Sprachen, Kunst, Musik, Geographie, Geschichte, Politik und Wirtschaft alle zur Fakultät II der kulturwissenschaftlichen Fächer.


An der Hochschule Ravensburg-Weingarten werden mehrere Studiengänge zu Fachbereichen zusammengefasst. Im Fachbereich "Elektrotechnik und Informatik" sind die Studiengänge Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Mechatronik, Wirtschaftsinformatik und eBusiness untergebracht.


An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg gibt es die Studienbereiche Technik und Wirtschaft, in denen es wieder verschiedene Studiengänge gibt.

Immatrikulation und Studienausweis

Um an der Universität einen Studienplatz zu bekommen, muss man in einem Brief schreiben, dass man sich für ein Fach besonders interessiert und es gerne studieren möchte. Ob die Universität zusagt oder nicht, hängt manchmal vom Notendurchschnitt des Abi-Zeugnisses ab. Wer einen Studienplatz hat, schreibt sich an der Uni ein. Und zwar in das große Studenten-Verzeichnis. Früher haben die Leute dazu Matrikel gesagt - deshalb nennt man das Anmelden Immatrikulation. Nach der Immatrikulation bekommt man von der Universität einen Studienausweis zugeschickt.

Der Studienabschluss

Wie an der Schule, die mit dem Abitur (am Gymnasium), der mittleren Reife (an der Realschule) oder dem Hauptschulabschluss (an der Hauptschule) endet, schließt das Studium an der Universität mit einem Studienabschluss. Es gibt verschiedene Studienabschlüsse, für die man unterschiedlich lange studieren muss. Welchen man wählt, hängt stark von den eigenen Berufswünschen ab.

Das Klopfen

Nach einer Vorführung oder einem Konzert klatschen die Hörer, in der Universität klopfen die Studenten am Ende einer Vorlesung. Man ballt eine lockere Faust und klopft damit auf den Tisch oder die Schreibunterlage im Hörsaal. Ihr könnt ja mal ausprobieren, wie das klingt.