
Woher kommen Sie? Und wie leben Sie?
Geboren wurde ich in Marburg. Durch den Beruf meines Vaters, der auch Professor war, und meine unterschiedlichen Ausbildungen und bisherigen Berufe bin ich sehr oft umgezogen und habe unter anderem in Amerika und Österreich gelebt. Zurzeit wohne ich mit meiner Ehefrau Christine und unseren beiden Söhne Johannes, der in die dritte Klasse geht, und Benedikt, der den Kindergarten besucht, in Oberursel in der Nähe von Frankfurt. Wir suchen ein Haus in Wangen, wo wir möglichst schnell hinziehen möchten.
War es schwer so viel zu lernen?
Vieles von dem, was ich bisher gemacht habe, war sehr interessant. Das Lernen ist mir da leicht gefallen. Aber es gab auch Sachen, die mir wenig Freude gemacht haben. Es war dann sehr anstrengend zu Lernen. Aber mit Anstrengung habe ich die Schule und mein Studium gut zu Ende gebracht. Das viele Lernen hat sich gelohnt, denn jetzt habe ich einen Beruf, der mir sehr viel Freude macht.
Warum interessieren Sie sich gerade für Ihr Fach?
Die Studierenden, die meine Veranstaltungen besuchen, werden später Lehrerinnen und Lehrer in Gesundheits- und Pflegeschulen. Ich finde an meinem Fach sehr schön, dass ich anderen beibringen kann, wie sie guten Unterricht durchführen und wir uns gleichzeitig mit dem Thema Medizin beschäftigen.
Was möchten Sie unbedingt noch einmal herausfinden?
Mein Ziel ist es, Unterrichtsformen zu entwickeln, die den Lehrern und Schülern Freude machen, wichtiges Grundlagenwissen vermitteln und helfen, das jede und jeder für sich das findet, was er besonders gut kann. Das ist nicht einfach, gerade wenn viele Schüler in einer Klasse sind, die mit unterschiedlichem Vorwissen kommen und auch unterschiedliche Interessen haben.
Was war Ihre schönste Entdeckung?
In meiner Doktorarbeit habe ich untersucht, ob man gut mit Hilfe von Computer und Internet lernen kann. Ich habe herausgefunden, wie die Technik das Lernen unterstützen kann. Die schönste Entdeckung dabei ist, dass das Beste immer noch der Unterricht mit echten Lehrern und mit vielen netten Mitschülern ist. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, denn davon möchte ich ja in meinem Vortrag berichten.
Kann Wissen gefährlich werden?
In den allermeisten Fällen ist es gut, möglichst viel zu lernen und zu wissen. Natürlich gibt es auch Wissen, das gefährlich ist, zum Beispiel wenn Menschen es dazu benutzen, Waffen oder Gifte herzustellen.