Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brath, Wirtschaftsingenieurwesen, DHBW



Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brath

Woher kommen Sie? Und wie leben Sie?
Geboren und aufgewachsen bin ich in Hüffenhardt. Das ist ein kleines Dorf und liegt im Norden Baden-Württembergs zwischen Heilbronn und Heidelberg. Danach habe ich in Karlsruhe studiert und wohne seit 11 Jahren in Berg bei Friedrichshafen.

Sind Sie gern in die Schule gegangen?
Ja, allermeistens zumindest. Es hat mir immer viel Spaß gemacht neues zu lernen. Mathe und Latein waren meine Lieblingsfächer. Nur bei Klassenarbeiten war ich immer wahnsinnig aufgeregt und konnte die Nacht davor fast nicht schlafen.

War es schwer so viel zu lernen?
Nein. Ich habe im Unterreicht (fast) immer aufgepasst und auch (fast) alle Hausaufgaben gemacht. Dann hat es gut geklappt. Nur manchmal gab mir der Lehrer Sonderaufgaben: In der 1. Klasse musste ich das Alphabet rückwärts lernen, weil ich es vorwärts schon konnte. Das war dann schwieriger.

Warum interessieren Sie sich gerade für Ihr Fach?
Der Wirtschaftsingenieur vertieft sich nicht an einer einzigen Stelle, sondern er behält alles im Blick, was für das Funktionieren eines Unternehmens notwendig ist.

Was möchten Sie unbedingt noch einmal herausfinden?
Wie Menschen in anderen Ländern leben. Ich habe ein Jahr in Irland studiert und erlebt, dass so manche Dinge, die wir in Deutschland als selbstverständlich erachten, in anderen Ländern völlig unterschiedlich gesehen werden.

Was war Ihre schönste Entdeckung?
Dass auch größte Aufgaben (z.B. acht Jahre bis zum Abitur) sich bewältigen lassen, wenn man sie in kleine überschaubare Teilstücke (z.B. Schulhalbjahre) zerlegt. Dann hat man immer nur das nächste Teilziel (z.B. Halbjahreszeugnis) vor Augen und kann seine Arbeit darauf ausrichten.

Kann Wissen gefährlich werden?
Nein. Es ist umgekehrt. Unwissen kann gefährlich werden, weil ich dann die Konsequenzen meines Handelns nicht abschätzen kann.